Personuppgiftspolicy

Vi vill informera dig om vår policy som beskriver hur vi behandlar personuppgifter och cookies.

Läs mer

Deutsche version:
Mühlegg aufgespürt

Johan Mühlegg håller upp handen mot kameran Foto: Robban Andersson
Den förre skidåkaren och dopingfuskaren Johann Mühlegg gick under jorden 2006 och valde att försvinna från rampljuset. SPORT-Expressen lyckades spåra tysk-spanjoren till Natal i Brasilien - och bjöds in för en pratstund. Foto: Robban Andersson
Johann Mühlegg och kollegan Abdiel Monteiro, byggchef på ett annat företag, gör bra affärer i Natal. "Det är fina tider för oss nu", säger Monteiro. Foto: Robban Andersson
Johann Mühleggs företag bygger bostäder i en lukrativ region. Natal tar emot cirka 175 000 turister i samband med fotbolls-VM och enligt en undersökning av resesajten TripAdvisor har boende-priserna i staden ökat med 180 procent. Här, bakom murarna i Buzios, bygger Mühlegg hotell. Foto: Robban Andersson
Kaue, som vi träffar på stranden, berättar att han känner till "gringon" Mühlegg. "Han måste kolla på nätet eller något, för han verkar alltid veta exakt när det är bra vågor". Foto: Robban Andersson
Arbetarna Eduardo och José Itamar har Mühlegg som chef. "Han ser till att alla gör sitt jobb", säger Eduardo. "Och han köper alltid mat till oss. En mycket fin man", säger José Itamar. Foto: Robban Andersson
Jonathan och Samuel Castro driver fallet mot den staliga försäljningen av deras hus, som Mühlegg köpt. Foto: Robban Andersson
1 / 8

NATAL. Er ist 2006 abgetaucht.

Seitdem ist es niemanden gelungen, den am meisten gehassten Betrüger der Skiwelt zu finden.

Bis heute.

SPORT-Expressen hat Johann Mühlegg aufgespürt– mitten in der brasilianischen WM-Stadt Natal.

„Ich habe das alles hinter mir gelassen", sagt er über den Dopingskandal bei den Olympischen Spielen.

Wir schauen zu den Balkons im Wohngebiet Parnamirim bei Flugplatz in Natal hoch und sehen einen verschwitzen Mann, der dort mit nacktem Oberkörper steht und seine Terrasse sauber macht. Wir rufen nach ihm, und wenige Minuten später steht Gerson mit uns auf der Straße und erzählt alles über seinen Lieblingsnachbarn – den Mann, den wir suchen.

„Ist Johann Mühlegg in Europa bekannt? Ha, ha! Habt ihr die weite Reise aus Europa unternommen, um ihn zu treffen? Sehr lustig. Ich habe nicht einmal gewusst, dass er Skifahren kann", sagt Gerson und lacht laut.

„Soll ich bei ihm klingeln und ihn bitten, herauszukommen?“

Gerson drückt auf die Sprechanlage.

Kurz danach geht die Tür auf.

Ein sonnengebräunter Mühlegg, der aussieht, als ob er ein paar Kilo zugenommen hat, steckt seinen Kopf heraus. Er trägt einen hellblauen Pullover seiner Firma Jericons Construções und guckt uns mit einem - gelinde gesagt - erstaunten Ausdruck an.

Wir warten nur darauf, dass er die Tür zuknallt. Doch stattdessen grinst er und sagt: "Kommt herein!"

 

Vier Jahre nach dem Dopingskandal bei den Olympischen Spielen 2002 hat sich Johann Mühlegg entschieden, abzutauchen. Seitdem hat ihn niemand mehr gesehen.

Doch jetzt hat Mühlegg –schließlich – sein Versteck verraten, weil er sich in einen Rechtsstreit begeben hat. Der Rechtsstreit geht um eine Wohnung im Zentrum von Natal, fünf Minuten vom WM-Stadion Arena das Dunas entfernt.

Die Familie Castro hat dort seit 1997 gewohnt, doch nachdem sie es versäumt hatte, Steuern zu zahlen, ist der Staat eingeschritten und hat die Wohnung übernommen. Der Staat wiederum hat die Wohnung zum Verkauf angeboten, und da hat Mühlegg zugeschlagen.

Der Preis: 150 000 Reals (dies entspricht ca. 70.000 USD) – ein Riesenschnäppchen.

Doch die Familie bestreitet jetzt den Fall. Gleichzeitig weigert sich Mühlegg, seine neue Wohnung abzugeben.

„Diese Wohnung ist alles, was die Familie besitzt, doch jetzt sieht es so aus, als ob wir ausziehen müssen“, sagt der Sohn Jonathan Castro, bevor er fortsetzt:

„Mama hat dies am meisten mitgenommen. Sie hat aufgrund der ganzen Situation Depressionen bekommen. Wir lei8den mit ihr.“

 

Zurück zum Treffen mit Johann Mühlegg.

Der erstaunte Deutsch-Spanier hat uns gerade in sein Zuhause eingeladen, doch wir schaffen es gerade einmal, zwei Meter in den Wohnungsbereich hineinzugehen, als er die Blechtür zuknallt und sich zu uns umdreht.

Er lacht nervös.

„Was machen Sie hier“? fragt Mühlegg.

Wir erklären, dass wir uns nur fragen, was er jetzt macht.

„Nichts. Ich lebe immer noch.“

„Aber was machen Sie hier in Brasilien?“

„Nichts. Ich wohne hier nur“, antwortet Mühlegg und lacht wieder nervös.

„Sie wollen nichts über Ihr Leben hier erzählen?“

„Nein. Nichts.“

„Sie bauen Häuser?“

„Nein.“

Die Situation ist - gelinde gesagt – merkwürdig. Wir haben also den Mann gefunden, der seit acht Jahren verschwunden ist. Er hat uns in seine Wohnung hereingelassen, will aber keine Fragen beantworten.

Vielleicht lockern einige Fragen zum Skifahren die Stimmung auf?

Nach Informationen, die SPORT-Expressen vorliegen, nimmt Mühlegg immer noch an Wettbewerben teil, wenn er zuhause in Deutschland ist. Er hat in den letzten Jahren an mehreren Läufen in der Gegend um Grainau teilgenommen, allerdings unter falschem Namen.

Wir fragen ihn, ob er gut in Form ist.

„Nein, ich bin sehr schlecht in Form“, sagt Mühlegg und windet sich.

Dann sagt Mühlegg:

„Ich bin sehr erstaunt darüber, dass Sie hier sind. Aber okay, ich will über das, was gewesen ist, nicht sprechen. Ich habe das alles hinter mir gelassen."

„Sie haben keine Pläne, zum Skisport zurückzukehren, vielleicht als Trainer?“

„Nein. Ich habe zu dem Sport keinen Kontakt mehr. Ich habe diese Welt für immer verlassen.“

„Sind Sie mit Ihrem neuen Leben zufrieden“

„Ich gedenke nicht, darauf zu antworten", sagt Johann Mühlegg entschieden.

„Sind Sie fröhlich oder Sind sie traurig?“

„Nein. Ha, ha!“

„Wie bitte?“

„Eher fröhlich als traurig“, antwortet Mühlegg und kommt mit einer Gegenfrage:

„Entschuldigung, von welcher Zeitung kommen Sie?“

„Expressen, eine der größeren Zeitungen Schwedens.“

„Davon habe ich nie gehört.“

„Sie wissen, Brasilien ist Brasilien und Europa ist Europa. Okay?“

Vill du ha fler sportnyheter direkt i ditt dagliga flöde? Följ SportExpressen på Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat - här kan du även få nyheter om dina lag direkt i Messenger.

Annons:

Logga in för att följa

Det är gratis och går snabbt!